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Eingewöhnung bei der Tagesmutter: wie sie wirklich abläuft

Die Eingewöhnung ist für Eltern oft die größte Sorge. Wie lange dauert das? Was, wenn mein Kind weint? Muss ich Urlaub nehmen? Hier steht, wie wir es machen.

Wir richten uns nach Ihrem Kind

Wir arbeiten in Anlehnung an bewährte Eingewöhnungsmodelle, halten uns aber an keinen starren Kalender. Manche Kinder sind nach anderthalb Wochen angekommen, andere brauchen vier. Beides ist völlig normal und sagt nichts über Ihr Kind aus.

Der Ablauf in vier Phasen

1. Die ersten Tage

Sie kommen gemeinsam mit Ihrem Kind zu uns und bleiben dabei. Ihr Kind erkundet die Räume, wir halten uns zurück. Es soll uns kennenlernen, ohne unter Druck zu stehen.

2. Der erste Trennungsversuch

Der erste Trennungsversuch ist kurz — oft nur zehn oder fünfzehn Minuten. Sie verabschieden sich bewusst und bleiben in der Nähe. Wie Ihr Kind reagiert, zeigt uns, wie es weitergeht.

3. Die Ausdehnung

Läuft die Trennung gut, verlängern wir die Zeiten Schritt für Schritt, bis das Mittagessen und später der Mittagsschlaf dazukommen.

4. Der Abschluss

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn Ihr Kind sich von uns trösten lässt und mit uns als Bezugspersonen sicher fühlt — nicht, wenn es beim Abschied nicht mehr weint.

Was Sie mitbringen sollten

Planen Sie in den ersten Wochen Zeit ein. Der Berufseinstieg sollte nicht auf den ersten Betreuungstag fallen. Und: Verabschieden Sie sich immer bewusst, auch wenn es schwerfällt. Heimlich zu gehen erschüttert das Vertrauen mehr als ein kurzes Weinen.

Weinen gehört dazu

Fast jedes Kind weint irgendwann beim Abschied. Das ist ein Zeichen gesunder Bindung, kein Alarmsignal. Entscheidend ist, was danach passiert — und darüber sprechen wir mit Ihnen ehrlich. Wenn eine Eingewöhnung nicht funktioniert, sagen wir das.